Kirche „St. Mauritius Reichental“

Unsere Kirche „St. Mauritius Reichental“

„Aus welcher Richtung man dem Ort zuschreitet, ob vom Murgtal her, von der Schwarzwaldhöhe, immer ist es die im spätgotischen Stile erbaute, auf einer Anhöhe stehende Kirche, die einen grüßt. Ihr schlanker Turm deutet wie ein Finger zum Himmel, ihre Glocken läuten feierlich durch die Tallandschaft und ihr Klang tönt hinauf auf die Berge und hinein in die stillen Täler.“
So verklärt sieht Rochus Dörrer 1951 die Reichentaler Pfarrkirche.  

Kirche St. MauritiusKirche St. Mauritius
Kirche St. Mauritius

Kleine Chronik über den Bau der Kirche „St. Mauritius“ und die Errichtung der neuen Kirchengemeinde

29.11.1895
Der Gemeinderat - unter Bürgermeister Dominik Merkel - beschließt den Bau einer neuen Kirche in Reichental.

08.12.1896
Der Stiftungsrat Reichental - unter der Leitung von Pfarrer Josef Winkler aus Weisenbach - beschließt die Trennung der Filialkirche Reichental von der Mutterkirche Weisenbach und den Bau einer neuen Kirche in Reichental.

13.09.1897
Es erfolgt der erste Spatenstich. Architekt der neuen Kirche ist Johannes Schroth.

01.05.1898
Grundsteinlegung für die Kirche St. Mauritius Reichental durch Pfarrer J. Winkler, Weisenbach

30.07.1898
Das Richtfest wird gefeiert.

 

Ende 1898 Der Kirchenbau ist abgeschlossen.
16.02.1899 Das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg erteilt die kirchliche Genehmigung zur Errichtung der Kirchengemeinde.
Wenige Tage zuvor, am 05. Februar, hat auch die politische Führung (Seine Kgl. Hoheit der Großherzog) bereits ihr Einverständnis gegeben.
19.02.1899 Glockenweihe durch Dekan Zimmermann von Gernsbach. (Christusglocke + Marienglocke + Josefsglocke)
20.04.1899 Kurat August Strittmatter, der erste künftige Seelsorger, trifft in Reichental ein;
alle Glocken läuten, Böllerschüsse krachen.
23.04.1899 Erster Sonntagsgottesdienst in der neuen Kirche. Die beinahe 150 Jahre alte Orgel aus der katholischen Kirche in Gernsbach wurde bereits 1896 für 450 Mark durch einen Gelegenheitskauf beschafft. Zerlegt wartete sie drei Jahre auf ihren neuen Einsatz.
30.05.1899 Der neue Hochaltar - von Franz Josef Simmler - wird aufgebaut.
18.05.1900 Weihe der neuen Kirche durch Weihbischof Dr. Friedrich Justus Knecht.
1901 Gemälde an der Decke der Kirche und über dem Chorbogen durch Kunstmaler Schultis aus Freiburg. Dekorative Wandbemalung an den Fensterleibungen im Chor und an den Säulenkapitälen durch Max Sterz aus Endingen.
Der Josefsaltar ist aufgebaut. Der Altar im Seitenchor wird mit einer Muttergottesstatue - von Franz Josef Simmler - gekrönt.
05.03.1902 Glockenweihe der Mauritiusglocke durch Weihbischof Dr. Knecht. Es sei ihm eine besondere Freude, betont er, an seinem Namenstag durch die Weihe dieser Glocke „das große Werk des Kirchenbaus zu krönen und abzuschließen“.

 

 

Maße der Kirche
Länge der Kirche 33,00 m
Größte Breite (Chor mit Sakristei) 21,00 m
Höhe des Turmes 40,00 m
Länge des Langhauses bis zum Chor 22,50 m
Lichte Breite des Langhauses 15,00 m
Breite des Mittelschiffes von Säule zu Säule 7,50 m
Breite der Seitenschiffe von Säule zur Wand 3,00 m
Höhe bis zur Decke des Mittelschiffs 13,50 m
Höhe bis zur Decke der Seitenschiffe 11,50 m
Höhe bis zu den Schlusssteinen des Chores 13,75 m

Zusätzliche und weiterführende Informationen finden Sie im Buch:
„100 Jahre St. Mauritius Kirche Reichental“ (Jubiläumsbuch).